26.05.2026
Ein Logo sollte man stempeln können
Logo-Design Tipp: Warum Schwarz-Weiß-Konzeption, Signets & Flexibilität für deine Branding-Strategie essenziell sind.

Was sich erstmal ziemlich altmodisch anhört, hat einen tieferen Grund.
Wenn ich im Rahmen eines Branding-Prozesses das Logo entwickle, dann fange ich immer schwarz-weiß an. Erst wenn die Form steht, kommen Farben und/oder Farbverläufe dazu. Auch wenn Farbe in der Visual Identity eine zentrale Rolle spielt, so sollten Logos immer auch ohne funktionieren. Das zeigt sich spätestens, wenn man sein Logo auf einer Sponsorenwand unterbringen will, die keine Farben zulässt, oder auf dem Türschild, Schwarz auf Messing, weil die Hausverwaltung es genau so möchte. Oder eben – falls man das noch braucht – auf dem Firmenstempel.
Nicht umsonst hat sich Apple einst von den Regenbogenfarben verabschiedet, um das Logo besser auf Computern und Telefonen prägen, ätzen oder ausstanzen zu können – mal leuchtend, mal spiegelnd oder auf andere Weise.
Zudem sollte man bei der Logoentwicklung immer auch eine kleine, abgespeckte Variante mitbedenken. Das sogenannte „Signet“. Das Signet sollte sofort den Rückschluss auf die Marke erlauben. Bei Mercedes ist das der Stern, bei Google das bunte G und bei meinem Logo von No Man’s Brand das NO mit dem Switch im O, mit dem ich aus NO – ON machen kann, wenn ich es spiegele oder drehe. Schaut euch das gerne mal an, wenn ihr auf der Homepage ganz nach unten scrollt.
Diese abgespeckte Variante eignet sich dann als Fav-Icon für die Website, auf T-Shirts oder für den Kühlergrill von Autos.
Warum erzähle ich das alles? Weil man bei der Gestaltung eines Logos auf mehr achten muss, als nur, ob es einem gefällt. Wenn solche Varianten nicht mit Bedacht werden, ärgert man sich schneller und vor allem länger, als man Zeit hat, sich über das neue Logo zu freuen.
