17.05.2026
Warum ich Webflow liebe: Nicht weil es einfach ist, sondern schwer!
Warum No Man’s Brand auf Webflow setzt: Ein Einblick in die Vorteile von sauberem Code, Design-Freiheit und effizienten Workflows für moderne Webprojekte.

Eine Website mit Webflow zu erstellen ist viel einfacher als mit WordPress, Joomla oder anderen Content Management Systemen. Denn man spart sich aufwendige Backend-Programmierung, System-Administration und Server-Updates. Trotzdem würde jemand, der nicht weiß, wie HTML, CSS und JavaScript funktionieren, erst einmal NICHTS mit Webflow auf die Reihe bekommen.
Und das ist gerade das Geniale an Webflow: Man arbeitet wie ein Front-End-Developer, erstellt das Gerüst aus HTML, das Styling in CSS und die Interaktionen in JavaScript, aber ohne es zu merken und ohne coden zu müssen. Daraus entsteht – wenn man weiß, was man tut – sauberer Code. Das ist das Schöne: Webflow macht mir das Leben leichter, aber es schränkt mich nicht ein.
Ich habe mich schon vor Jahren zusammen mit meinem Design-Team dazu entschieden, dass wir Webdesign-Entwürfe direkt in Webflow erstellen. Am Anfang war das schwer, denn responsiv zu denken und das Zusammenspiel von HTML und CSS zu verstehen, ist komplex. Aber nach einer gewissen Zeit haben wir es geliebt und niemand wollte mehr zurück: Deutlich weniger Korrekturrunden und ein Prototyp, der sich zu 100 % so verhält wie die spätere Website.
Zudem verfügt Webflow über ein vollwertiges Content Management System: News, Produkte, Kurse oder Stellenanzeigen stellt der Kunde in Minuten online. Die dahinter liegende Datenbankfunktionalität ermöglicht es, Änderungen und Verbindungen in kürzester Zeit vorzunehmen, für die ein WordPress-Developer erst einmal die Augen verdreht, bevor er behauptet, es gehe nicht oder eben nur „schwierig“. Eine neue Landing-Page kann vom Marketing-Team sofort zusammengestellt werden, das alles auf Basis des hinterlegten Design-Systems.
Das Hosting ist in Webflow integriert. Deswegen sind Änderungen in kürzester Zeit online und weil Webflow Software as a Service ist, sind neue Funktionen immer sofort für alle verfügbar.
Das Ganze hört sich jetzt wie eine Webflow-Werbeveranstaltung an. Ist es auch, aber nicht, weil ich dafür bezahlt werde, sondern weil ich mit Webflow alle gestalterischen und technischen Freiheiten habe, die für 80 % (gefühlt) aller mittelständischen Unternehmen mehr als ausreichen.
Wer heute noch seinen eigenen Webserver betreibt, das CMS installiert und alles von Hand pflegt, sollte sich eines klar machen: Es gibt System-Administratoren und Backend-Programmierer nicht umsonst. Wenn man nicht regelmäßig und mit viel Know-How Updates einspielt, hat man veraltete Funktionen und eine wackelige Sicherheit. Wie oft habe ich den Satz gehört: „Keine Ahnung, ob die Website nach dem WordPress-Update noch funktioniert. Lass uns lieber nicht auf die neue Version gehen“.
Natürlich gibt es auch Aspekte, die mir an Webflow nicht gefallen.
- Man ist z. B. von diesem Anbieter abhängig und muss, wie aktuell, Preiserhöhungen mitmachen.
- Webflow kommt aus den USA. Ok, aber Staatsgeheimnisse hostet man auch nicht auf der Unternehmenswebsite. Und ein DPA mit Webflow ist per Click abgeschlossen und damit DSGVO konform.
Es gibt noch andere Tools, die einen ähnlichen Ansatz haben. Framer aus den Niederlanden z. B. ist super einfach zu lernen und ein tolles Produkt. Noch dazu aus der EU! Das Hosting ist ebenfalls integriert. Doch durch den Versuch, dem Designer das Verständnis für Webseiten abzunehmen, beschränkt Framer die gestalterischen Möglichkeiten, verzichtet auf sauberen Code oder verlangt komplizierte Workarounds für einfache Styling-Optionen.
Deswegen werde ich meinen Kunden vorschlagen, ihre Website mit Webflow umzusetzen, wenn es zu ihnen passt.
