03.09.2026
Der iPhone-Moment von Webflow
Webflow wird vom belächelten Webdesign-Tool zum starken KI-Marketing-Hub. Warum die neuen Conf-Features stark an den Durchbruch des ersten iPhones erinnern.

Ich habe das schon einmal erlebt: Als ich das iPhone 1 für damals viel Geld am ersten Tag in den Händen hielt, bekam ich zu hören, man könne ja damit noch nicht mal MMS verschicken, so wie das Gerät von Sony Ericsson. Und das hätte sogar einen Stift… Das wird nicht’s, den Akku kann man auch nicht rausnehmen. Die haben keine Chance gegen Nokia!
Mit Webflow habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht. Als ich das Tool vor vielen Jahren eingeführt habe, um Webdesign direkt in der Technik zu gestalten, in der es später auch umgesetzt wird, haben die Frontend-Entwickler nur müde gelächelt und für’s Marketing fehlten auch haufenweise Funktionen. Das stimmte, was aber – ähnlich wie damals beim iPhone – bei Webflow aufgefallen ist. Das, was da war, war durchdacht, intuitiv zu bedienen und vor allem konsequent umgesetzt.
Mittlerweile ist Webflow ein professionelles Webdesign-Tool mit einem vollwertigen CMS. Vergleichsweise einfach zu bedienen, wenn man es beispielsweise mit CMS wie WordPress oder Typo3 vergleicht. Und, wenn man den Ankündigungen der aktuellen Webflow Conf glauben schenkt, dann wird es nun auch zu einem vollwertigen Marketing-Tool mit KI-Unterstützung. Das könnte klappen, denn bisher ist Webflow die Dinge immer durchdacht angegangen.
AB-Testing für Websites, Baukasten für Landing-Pages und eine vollwertige Analyse-Funktion gibt es bereits. Jetzt wird Webflow noch zum zentralen Hub für das Design-System und mit „Campaigns“ kann man demnächst wohl auch SOM-Kampagnen erstellen, die auf dem Design-System basieren. Wäre toll! Ich schaue es mir auf jeden Fall an.
